Bauen mit Holz
Holz gewinnt als vielseitiger Baustoff in der Baubranche zunehmend an Bedeutung. Je nach Bauaufgabe kann es andere Baustoffe teilweise ersetzen oder gezielt mit ihnen kombiniert werden.
Auch bei der kreislauforientierten Planung bietet Holz vielfältige Möglichkeiten. Werden die spätere Trennbarkeit und weitere Nutzung der eingesetzten Materialien frühzeitig berücksichtigt, können Bauteile entsprechend konstruiert werden. So lassen sie sich nach ihrer Nutzungsphase demontieren und, sofern ihr Zustand sowie die technischen Voraussetzungen es zulassen, wiederverwenden oder verwerten.
Holz kann mehr
Neben seinen gestalterischen Möglichkeiten verfügt Holz über vielseitige technische Eigenschaften. Als einer der ältesten Baustoffe wird es seit Jahrhunderten für Gebäude und unterschiedlichste Konstruktionen eingesetzt. Im Verhältnis zu seinem Gewicht kann Holz eine hohe Tragfähigkeit erreichen.
Zudem eignet sich der Baustoff für die präzise Vorfertigung: Tragende Wände und Fassadenelemente können beispielsweise bereits einschließlich der Fenster weitgehend witterungsunabhängig im Werk hergestellt werden. Da Holz eine geringere Wärmeleitfähigkeit als viele massive mineralische Baustoffe besitzt, kann es darüber hinaus zum Wärmeschutz eines Bauteils beitragen. Sichtbare Holzoberflächen eröffnen zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten und können die Wahrnehmung von Innenräumen prägen.
Holz-Beton-Hybridbau
Beim Holz-Beton-Hybridbau werden Holz und Beton entsprechend ihren jeweiligen technischen Eigenschaften miteinander kombiniert. Dabei sind unterschiedliche Konstruktionsweisen möglich, beispielsweise Holztragwerke mit Betondecken, Holz-Beton-Verbunddecken oder weitere projektspezifische Kombinationen.
Je nach gewählter Bauweise und Planung kann ein hoher Vorfertigungsgrad strukturierte Bauabläufe sowie eine effiziente Montage auf der Baustelle unterstützen. So lassen sich die Eigenschaften beider Baustoffe passend zu den technischen und gestalterischen Anforderungen des jeweiligen Projekts einsetzen.